Technische Details zum geplanten Fotobuch

 

Das Ghetto in unseren Herzen



 

Für Literaturagenten und Verlage


 

Das beigefügte PDF ist eine vorläufige Arbeitsversion, die zeigt, wie ich mir das fertige Buch derzeit vorstelle. Es soll nicht das endgültige Design vorgeben, sondern veranschaulichen, wie Fotos, Text, Zitate und Multimedia-Material miteinander interagieren sollen.

 

1. Gestaltung

Ich habe das Buch selbst in InDesign layoutet und dabei das von Grafikdesigner Carl-H.K. Zakrisson ausgewählte Grundraster und die von ihm ausgewählten Schriftarten verwendet.

Das vorliegende Format beträgt 9,6 × 10,8 Zoll (24,5 × 27,4 cm), wobei „Kaius Pro Medium“ für den Haupttext und „Acumin Variable Concept“ für Überschriften und zugehörige Elemente verwendet wird.

Das Layout ist als Arbeitsmodell zu betrachten. Ich bin völlig offen für Änderungen hinsichtlich Gestaltung, Reihenfolge, Bildgröße, Typografie und Seitenumfang in Zusammenarbeit mit dem Verlag und dem Designer.

 

2. Umschlag

Der vorliegende Umschlag ist lediglich eine von mir angefertigte vorläufige Skizze. Der endgültige Umschlag würde natürlich professionell von Carl Zakrisson oder einem vom Verlag ausgewählten Designer gestaltet werden.

Da Klappen bei einem Buch dieser Größe möglicherweise zu kostspielig wären, sind die vorgeschlagenen Klappentexte derzeit auf den Seiten 1 und 502 platziert.

 

3. Bilder

Einige Fotos im PDF-Entwurf wirken körnig oder unscharf, da sie auf vorläufigen Dateien mit niedriger Auflösung basieren.

Für die endgültige Produktion werden Scans in höchster verfügbarer Qualität und professionell bearbeitete Bilddateien verwendet. Es ist beabsichtigt, die Fotos auf dem Niveau eines hochwertigen Kunstfotobuchs zu produzieren.
 

 

4. Ein Hybrid: Kunstfotobuch, Memoiren und historische Aufzeichnung

Das ursprüngliche American Pictures wurde häufig im Unterricht eingesetzt, insbesondere an amerikanischen Universitäten. Dieses neue Buch behält daher eine pädagogische und historische Dimension bei und zeichnet die Entwicklungen im schwarzen und weißen Amerika von der Bürgerrechtsbewegung bis zur Gegenwart nach.


Gleichzeitig haben viele der Fotografien durch Museumsausstellungen, Galerien und Kunstpublikationen inzwischen einen anderen Kontext erhalten. Daher möchte ich, dass die ausdrucksstärksten Bilder den Maßstab, den Raum und die visuelle Präsenz erhalten, die man mit einem Kunstfotobuch assoziiert.


Die Idee, die erzählerischen und politischen Qualitäten von „American Pictures“ mit dem visuellen Anspruch meiner späteren Kunstpublikationen zu verbinden, entstand zum Teil durch meine Galerie, die V1 Gallery in Kopenhagen, die meine Fotografien vertreten und ausgestellt sowie bei der Organisation von Museumsausstellungen in Europa mitgewirkt hat.

 

Das Buch knüpft daher an zwei Traditionen an: an die sozial engagierte Erzählweise von American Pictures und an die großzügigere Präsentation von Werken wie meinem Steidl-Fotobuch United States 1970–1975 sowie an Museumskataloge, darunter die Publikation des Louisiana Museum of Modern Art.


Zusammen mit neu hinzugefügtem Material über weiße Hassgruppen, späteren Entwicklungen in der amerikanischen Gesellschaft und meinen anhaltenden Beziehungen zu vielen der fotografierten Personen hat dies den vorliegenden Entwurf auf etwa 500 Seiten anwachsen lassen.

 

Der endgültige Umfang, die Auswahl der Kapitel, die Bildgrößen und die Reihenfolge werden natürlich von redaktionellen Prioritäten, Produktionskosten, Fördermitteln und den Gesprächen mit den jeweiligen Verlagen abhängen.


 

5. Alternative Fotografien und Layouts

Die vorliegende Auswahl an Fotografien habe ich selbst getroffen. Kuratoren, die in verschiedenen Ländern mit meinem Archiv gearbeitet haben, haben oft ganz andere Entscheidungen getroffen, und ein anderer Redakteur oder Gestalter könnte ebenso gut überzeugendere Alternativen finden.

Ich habe daher eine Auswahl zusätzlicher Fotografien zusammengestellt, die Bilder im vorliegenden Layout ersetzen oder ergänzen könnten:
 

Alternativen für den ersten Teil des Buches

Alternativen für den zweiten Teil des Buches
 

Ich freue mich über Vorschläge zur Bildauswahl, Reihenfolge und Gestaltung. Die vorliegende Version ist eher als Vorschlag denn als feststehendes Design zu verstehen.

 

6. Text und Lektorat

Der dänische Text wurde von Søren Møller Christensen und Lone Fatum lektoriert, der englische Text von Vincent Czyz.

Eine frühere Version des Buches wurde in der Schriftart „Times“ gesetzt. Nach dem Wechsel zur breiteren Schriftart „Kaius Pro“ habe ich anschließend einen Großteil des Textes um etwa fünf Prozent gekürzt, um die Seitenstruktur beizubehalten.

 

Diese Kürzungen erfolgten in verschiedenen Phasen und sind möglicherweise nicht alle gleichermaßen gelungen. Ich freue mich daher über redaktionelle Anmerkungen, Korrekturen und Vorschläge zur weiteren Straffung.


Da die Übersetzungen in ihrer Länge erheblich variieren, werden die französische, niederländische, italienische und insbesondere deutsche Ausgabe einige Anpassungen in der Typografie oder im Seitenlayout erfordern.


Ein Verlag könnte zudem ein Vorwort bei einem anerkannten zeitgenössischen schwarzen Schriftsteller, Künstler oder einer kulturellen Persönlichkeit in Auftrag geben.


Eine Möglichkeit wäre Arthur Jafa, dessen Werk von American Pictures beeinflusst wurde. Ein anderer Ansatz wäre, einen zeitgenössischen lokalen schwarzen Schriftsteller oder Aktivisten einzuladen, kritisch auf das Werk einzugehen, wie es Sandra Ruffin für einen meiner Museumskataloge getan hat. Ich habe sie bewusst dazu ermutigt, so kritisch wie möglich zu sein.

Da die Fotografien, wenn sie aus ihrem historischen und persönlichen Kontext herausgelöst werden, sehr unterschiedlich interpretiert werden können, könnte eine solche zeitgenössische Stimme einen wertvollen Dialog mit dem Buch herstellen.


 

7. Die Doppelseiten

Das Buch lässt sich als zusammenhängende Geschichte meiner Begegnungen mit dem schwarzen und weißen Amerika über mehr als fünfzig Jahre hinweg lesen.

Einzelne Doppelseiten beginnen in der Regel mit einer Erfahrung oder einem Foto aus meiner Zeit als Vagabund und verfolgen das Thema dann weiter durch die Geschichte, spätere Begegnungen, Recherchen oder Reflexionen – selbst dort, wo ich die nachfolgenden Entwicklungen nicht persönlich fotografieren konnte.


Gleichzeitig werden viele Leser eines Kunstfotobuchs eher darin blättern, als jede Seite der Reihe nach zu lesen. Jede Doppelseite verfügt daher über eine Überschrift und in den meisten Fällen über ein Zitat eines schwarzen Schriftstellers, Künstlers, Musikers, Aktivisten oder einer historischen Persönlichkeit. Diese Zitate bieten einen weiteren Zugang zum Thema und stellen meine eigenen Beobachtungen in einen Dialog mit schwarzen Stimmen.

Dies ist besonders wichtig, da allegorisch verwendete Fotografien leicht missverstanden werden können, wenn sie aus ihrem narrativen Kontext herausgelöst werden. Die erklärenden Zitate und Bildunterschriften sind daher ein integraler Bestandteil des Buches und nicht nur dekorative Ergänzungen.


 

8. QR-Codes und das Buch als multimediales Werk

Ich habe versucht, etwas vom multimedialen Charakter von American Pictures zu bewahren, das ursprünglich nicht nur als Buch, sondern auch als lange, von Musik und Sprachaufnahmen begleitete Foto-Diashow existierte.

QR-Codes ermöglichen es, vom gedruckten Buch aus auf dieses umfangreichere Archiv zuzugreifen.

Leser können sie nutzen, um: Das hier enthaltene QR-Material ist daher nicht einfach nur ergänzende Unterhaltung. Es dient auch der Dokumentation und der historischen Kontinuität.

  • Musik zu hören, die mit Liedern in Verbindung steht, die im Buch wiedergegeben oder besprochen werden;

  • erweiterte Fotosequenzen anzusehen;

  • Originalinterviews mit den porträtierten Personen anzuhören;

  • spätere Interviews zu sehen, die Jahre oder Jahrzehnte später aufgezeichnet wurden;

  • Neuigkeiten über das Leben der Menschen zu verfolgen;

  • und in einigen Fällen die Originalaufnahmen zu hören, die hinter den im Buch abgedruckten Zitaten stehen.
     

 

9. Fünfzig Jahre Nachverfolgung

Einer der ungewöhnlichen Aspekte meiner Arbeit ist, dass ich viele der Menschen, die ich erstmals in den 1970er Jahren fotografiert habe, weiterhin besucht und mit ihnen korrespondiert habe.

In Vorträgen konnte ich folglich einige Leben von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter und in vielen Fällen bis zum Tod verfolgen. Ihre Geschichten wurden zu einer Möglichkeit, die amerikanische Geschichte nicht nur anhand von Statistiken zu betrachten, sondern durch einzelne Leben, die sich über Jahrzehnte hinweg entfalteten.


Ursprünglich hatte ich gehofft, viel mehr dieser späteren Entwicklungen in das gedruckte Buch aufnehmen zu können. Da das Buch jedoch bereits sehr umfangreich ist, wird ein Großteil dieses Materials stattdessen über QR-Codes zugänglich gemacht.

Ein Leser, der ein Foto sieht, kann daher sofort erfahren, was aus dieser Person zehn, zwanzig oder vierzig Jahre später geworden ist.

Das Buch enthält beispielsweise einen Link zu späterem Material über Renee Yates, die ich vor vielen Jahren zum ersten Mal fotografiert hatte.


Das gleiche System ermöglicht den Zugriff auf Lieder, Interviews und Originalaufnahmen. An besonders schwierigen Stellen – darunter Zeugenaussagen über rassistische Gewalt und Mord – ermöglichen die Aufnahmen den Lesern zudem, das Quellenmaterial direkt zu hören, anstatt sich ausschließlich auf meine Transkription oder Interpretation zu verlassen.

Das digitale Archiv wird noch erweitert und vor der Veröffentlichung weiterentwickelt.
 

 

Ein flexibler Arbeitsvorschlag

Vor allem sollte dieses PDF als detaillierter Prototyp betrachtet werden.

Es zeigt, was meiner Meinung nach aus dem Material werden kann, aber ich betrachte die derzeitige Auswahl, den Umfang oder die Gestaltung nicht als unveränderlich. Ich würde die Erfahrung eines Verlags bei der Entscheidung begrüßen, welche Kapitel und Fotos beibehalten werden sollten, welche gekürzt oder weggelassen werden könnten und wo ein anderes Layout das Buch stärken könnte.


Meine Hoffnung ist es, die ungewöhnliche Kombination zu bewahren, die den Kern des Projekts ausmacht: eine intime fotografische Dokumentation einzelner Leben, eine fünfzigjährige persönliche Reise durch die amerikanische Geschichte in Schwarz-Weiß und ein Kunstfotobuch, in dem die stärksten Fotografien endlich den Raum erhalten, den sie verdienen.

 

Ich freue mich darauf, das endgültige Buch in enger Zusammenarbeit mit jedem Verlag zu entwickeln.


 

Mit freundlichen Grüßen

Jacob Holdt

 


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